„Kann ich noch mehr tun?“

„Kann ich noch mehr tun“ ist eine Frage, die uns gerade jetzt, am Anfang unserer Arbeit, sehr freut. Denn unsere kleine Initiative wächst rapide, und neben dieser Webseite, unserer Facebookpräsenz und der Auseinandersetzung mit der Ausländerbehörde über unsere Verpflichtungserklärungen gibt es auch jetzt – bevor im Juni/Juli aus den derzeitigen zwei schon stolze dreizehn syrische Eingeladene geworden sind – viele andere Themen, die uns auf Trab halten und bei denen wir uns über Verstärkung hier in Berlin oder Potsdam freuen (Foto: Leonore Maier und Heike Hermann arbeiten Ende April die ersten 100 Lastschriften ab).

SPRACHSTUNDEN-LEHRER/INNEN! Nach einem ersten Aufruf haben sich schon 13 Leute gefunden, die unsere Idee, täglich Sprachstunden, begleitete Spaziergänge, Übungsstunden usw mit den Ankömmlingen zu machen, in die Tat umsetzen wollen. Wenn Sie selbst in diesem Bereich Kapazitäten oder sogar schon Vorkenntnisse haben und mitmachen wollen, schicken Sie uns bitgte eine Mail!

WIR SUCHEN BEZAHLBAREN WOHNRAUM für „unsere“ Flüchtlinge und ihre Angehörigen. Die Mietzahlungen übernimmt unser Verein, – gesucht werden bezahlbare Zwei- bis Vierzimmerwohnungen in Berlin. Sind Sie Hausbesitzer/in, geben Sie gerade eine eigene Wohnung auf und können den Nachmieter stellen – oder wollen Sie sich sogar für uns aktiv in die Wohnungssuche stürzen, Baugesellschaften und Hausverwaltungen abklappern etc? Dann senden Sie uns bitte eine Mail!

NETZWERK MEDIZIN//SOZIALES/ARBEIT: Unsere Flüchtlinge und Angehörigen sollen von uns in ein stabiles Netz aus Gesundheitsvorsorge, psychologischer und sozialer Unterstützung und Bildung eingebunden werden – und sie suchen Arbeit und dürfen auch arbeiten. Können Sie – als Ärztin, Lehrer/in, als Arbeitgeber/in– etwas dazu beitragen? Dann freuen wir uns über eine Mail!

SELBST VERPFLICHTUNGSGEBER WERDEN: Die konsequenteste Form der Unterstützung ist sicher, selbst Verpflichtungsgeber/in zu werden, also unwiderruflich und womöglich sehr langfristig mit dem eigenen Einkommen oder Vermögen für eine/n Angehörigen finanziell in der Pflicht zu sein. Auch wenn es ja gerade die Idee unseres Vereins ist, diese Verpflichtung finanziell mit möglichst vielen Patenschaften zu entlasten und den Angehörigen direkt Hilfe zur Selbsthilfe zu geben: ein Restrisiko bleibt. Trotzdem benötigen wir für jeden neuen Angehörigen nicht nur viele Patenschaften, sondern auch einen Menschen, der mit seiner Unterschrift bei der Ausländerbehörde die Einreise überhaupt erst möglich macht. Wenn dieser wichtige Schritt für Sie in Frage kommt, freuen wir uns ganz besonders über eine Mail. Wir machen auch regelmäßig Meetings mit Verpflichtungsgeber-Interessent/innen, um Fragen zu klären und Informationen weiterzureichen.

5 Kommentare zu “„Kann ich noch mehr tun?“”

    Henrich Achenbach

    Hallo, Ihre Initiative gefällt mir sehr. Ich würde gerne bei dem Sprachlernprogramm helfen. Ich wohne in Charlottenburg und bin deutscher Muttersprachler, (fast) 62 Jahre alt und arbeite noch halb. Dienstags oder Freitags hätte ich noch Zeit zur Verfügung. Freundliche Grüße, Henrich Achenbach

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      Martin Keune

      Lieber Heinrich Achenbach, ungefähr Ende Juni/Anfang Juli wollen wir mit Sprachkursen, Übungsstunden, begleiteten Spaziergängen usw beginnen; dann sind eine ausreichende Zahl an Angehörigen eingereist. Es gibt am 3. Juni um 19:30 ein weiteres Meeting unserer Sprachgruppe in unserem Projektladen in der Großgörschenstraße 25 /Nähe Katzlerstraße; vielleicht können Sie da einfach dazustoßen? Sonst bitte eine Mail an info@fluechtlingspaten-syrien.de. Herzlichen Gruß, Martin Keune


    Elisabeth Herrmann

    Sehr geehrter Herr Keune, welche Verpflichtungen genau beinhaltet diese Erklärung? Sie bedeutet wohl, Verantwortung in vollem Umfang für einen Menschen zu übernehmen. Wie genau sieht diese aus? Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antwort! Elisabeth Herrmann

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      Martin Keune

      Liebe Frau Herrmann,
      rein rechtlich gesehen, stehen Sie als Verpflichtungsgeberin zunächst für alles gerade, was der Angehörige sonst von „den Ämtern“ finanziert bekäme, also Lebensunterhalt, Mietzahlungen… Medizinische Versorgung allerdings wird (in unzureichendem Umfang) vom Staat übernommen. Wir als Flüchtlingspaten wollen mehr tun und die Angehörigen zunächst mal gesund herausholen aus dem Bürgerkrieg, also zB. Flugtickets bezahlen. Und hier vor Ort dann bei der Wohnungs- und Arbeitssuche helfen, Sprachkurse sicherstellen, die medizinische Versorgung auf ein Vorsorge-Mindestmaß heben… soweit unsere Mittel aus den Patenschaften das eben zulassen. Den oder die Verpflichtungsgeber/in sollen die von uns betreuten Angehörige gar nicht erst in Anspruch nehmen müssen; der Verpflichtungsgeber kann und sollte dafür gern selbst finanziell das Vereinsziel unterstützen.
      Fassen Sie ins Auge, als Verpflichtungsgeberin in Berlin zu uns zu stoßen? Dann freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme!
      Herzlich, Martin Keune


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