Über uns

gruppeUnser Verein hat sich im März 2015 in einer bis dahin kaum bekannten Nische der Flüchtlingshilfe entwickelt. Angesichts des unendlichen Leids in Syrien haben wir – Anwälte, Geschäftsleute, Beamte u.a. – uns bereit erklärt, die Angehörigen syrischer Flüchtlinge mit Wohnraum, finanziell, logistisch sowie durch sog. Verpflichtungserklärungen zu unterstützen. Denn wer an „syrische Flüchtlinge“ denkt, hat meist nur Flüchtlingslager in den Anrainerstaaten oder der Türkei, die oft tödliche Flucht über das Mittelmeer oder Container in überforderten deutschen Kommunen im Blick.

Doch es gibt noch einen humanen Weg, zumindest die Angehörigen der hier bereits lebenden Syrer aus dem Bürgerkrieg zu holen und ihnen konkret zu helfen: Noch immer lassen einige Bundesländer den Familiennachzug für Syrer zu, sofern ein „Verpflichtungsgeber“ deren Lebensunterhalt trägt, d.h. der öffentlichen Hand daraus praktisch keine Kosten entstehen (Ausnahme: Kranken- und Pflegekosten). Diese Einstandsverpflichtung für den Lebensunterhalt ist seit August 2016 auf fünf Jahre beschränkt worden; sie soll unabhängig davon gelten, ob erfolgreich Asyl beantragt wurde. Das daraus resultierende finanzielle Risiko möchten wir gemeinsam schultern, um möglichst viele Menschen – meist Kinder, Kranke und Alte – aus Syrien zu retten: Je mehr Patinnen und Paten, die mit regelmäßigen monatlichen Überweisungen die nachziehenden Angehörigen unterstützen, desto mehr Verpflichtungsgeber!

Unser gemeinnütziger Verein hat sich deshalb den folgenden Zweck gesetzt (§ 2 der Satzung):

„1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

2. a) Zweck des Vereins ist die Förderung der Hilfe für Flüchtlinge aus Kriegsgebieten des Nahen Ostens – insbesondere aus den syrischen Bürgerkriegsgebieten –, denen aufgrund von privaten oder kirchlichen Verpflichtungserklärungen ein Aufenthaltstitel gem. §§ 23 Abs. 1, 68 des Aufenthaltsgesetzes (Aufnahme aus humanitärem Grund unter der Voraussetzung privater Verpflichtungserklärungen) gewährt wurde und für deren Lebensunterhalt folglich die öffentliche Hand nicht einsteht (§ 52 Abs. 2 Nr. 10 AO).

b) Der Satzungszweck wird verwirklicht durch finanzielle, persönliche und logistische Unterstützung der betreffenden Flüchtlinge. Dies betrifft namentlich die Hilfe bei der Suche nach einer dauerhaften Unterkunft, der Hilfe bei der Bestreitung des Lebensunterhaltes, bei Behördengängen sowie der gesellschaftlichen Integration in der Bundesrepublik Deutschland. Die finanziellen Mittel des Vereins kommen den unterstützten Personen und deren Kindern unmittelbar zugute, beispielsweise durch (vollständige oder teilweise) Übernahme von Mietzahlungen, Kosten für die Kinderbetreuung, die Bewältigung von Kriegstraumata und ähnlichem.“

Unsere Vereinsgründung wurde von Verpflichtungs- und Wohnungsgebern initiiert, die der Familie eines uns bekannten syrischen Asylberechtigten helfen wollen. Doch schon im ersten Jahr unserer Arbeit haben wir weit mehr geschafft als das – und finanzieren mit über dreitausend regelmäßigen Patenschaften den Lebensunterhalt von über 180 Menschen aus vielen Familien, die wir aus dem Krieg in Syrien retten! Sofern Sie für Berlin und Umgebung eine Verpflichtungserklärung abgeben wollen, möchten wir Sie gerne dabei unterstützen. Von sonstigen Anfragen bitten wir erst einmal abzusehen – unsere rein ehrenamtliche Arbeit ist ohnehin ausufernd. Die intensivste und konkreteste Form der Mitwirkung ist eine möglichst dauerhafte finanzielle Unterstützung der Flüchtlinge in Form einer Patenschaft!